MATTHÄUS THOMA


    1961
  • geboren in München
  • 1992-1998
  • Hochschule der Künste Berlin (Marwan)
  • lebt und arbeitet in Berlin

Ausstellungen (Auswahl)
    2007
  • Bis jetzt ging alles gut, Anhaltischer Kunstverein Dessau
  • 2006
  • Einbruch, E.ON Energie, München (E)
  • 2005
  • Für die Nachwelt, Akademie der Künste, Berlin (E)
  • Palais am Festungsgraben, Berlin (E)
  • Galerie Gerken, Berlin (E)
  • jungthoma, Projektraum Brunnenstraße, Berlin (E)
  • 2004
  • Skulpturenprojekt Pankow-Kirche, Berlin
  • Galerie Michael Sturm, Stuttgart (E)
  • Stadtgalerie Saarbrücken
  • Galerie Kunstagenten, Berlin
  • 2003
  • Haus am Kleistpark, Berlin
  • 2001
  • Schweriner Kunst- und Museumsverein
  • 2000
  • Bundeskunsthalle, Bonn

Ohne Titel

Ohne Titel, 2002, Douglasie, 240 x 250 x 420 cm
Foto: Andreas Süß, Berlin

Matthäus Thoma baut aus armen' und gefundenen Materialien – vor allem aus unbehandelten Brettern und Holzstücken – komplexe Gebilde, die den Raum durchdringen und sich ihm gleichzeitig öffnen. Man assoziiert spontan das Oberflächennetz von Computergrafiken, doch holt der Künstler den Betrachter unversehens in die Realität zurück durch die physische Präsenz des harten, splitternden, genagelten und verschraubten Werkstoffes, der zu kraftgeladenen Formationen aufgetürmt ist. Durch die Strukturen scheinen gewaltige Energien zu strömen, die Thoma in eine Form presst, welche jederzeit wieder bersten kann. Das plastische Bannen von Bewegungen vermittelt den Eindruck spontaner Hervorbringung. Tatsächlich fußen Matthäus Thomas großformatige Skulpturen auf durchdachter Kalkulation, Zeichnungen und kleineren Modellen, die er jedoch als eigenständige Arbeiten versteht. Er befindet sich dabei an einer Nahtstelle zur Architektur, deren konstruktive Prinzipien teilweise aufscheinen, wenngleich er dem Statischen und Festgemauerten dieser Kunstgattung das Transitive, Spielerische und Provisorische entgegenstellt. Das Gemachtsein der Dinge ist ein wesentlicher Aspekt seines Skulpturenbegriffes, der einem Zustand an der Grenze zwischen Form und Nicht-Mehr-Form entgegenstrebt.

© 2007   DIE MACHT DES DINGLICHEN · SKULPTUR HEUTE!